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Frühstücksfleisch…

Spam…in Fachkreisen auch Spam genannt. Was ursprünglich im englischen Sprachraum der Markenname eines Dosenfleisches der Firma Hormel Foods Corporation aus Minnesota war (der Name setzt sich zusammen aus Spiced Ham, zu deutsch etwa “Gewürzter Schinken”), wurde durch einen bekannten Sketch der britischen Komikertruppe Monty Python zum Synonym für den massenhaften und lästigen Versand von Werbe-eMails im Internet. In besagtem Sketch wurde “Spam” in einer derart überwältigenden Häufigkeit sowohl als Zutat für Frühstücksmenüs als auch als Begriff benutzt, daß sich beim Betrachten ein Internetnutzer an sein Postfach erinnert gefühlt haben mußte, welches vor Werbung ähnlich überquoll wie im Sketch die Speisekarte vor Dosenfleisch. Der Begriff setzte sich im allgemeinen Netzjargon durch und bezeichnet heute das massenhafte, ungezielte und vor allem unerwünschte Verjagen von Werbebotschaften auf den unterschiedlichsten Internetkanälen.

Diese Plage hat inzwischen derartige Ausmaße erreicht, das der wirtschaftliche Schaden, der dadurch allein in den USA entsteht, auf 22 Milliarden US-$ beziffert wird. Neben den “zugespammten” Datenleitungen dürfte bei dieser Rechnung auch die Zeit eine entscheidende Rolle spielen, die der Nutzer damit zubringt, den ganzen Datenmüll zu löschen und genau dieses zweifelhafte Vergnügen hatte ich soeben. Dieses meine eigentlich recht unscheinbare Blog hat nämlich soeben gut 200 neue Kommentare verzeichnet, die leider nicht von interessierten Lesern stammen sondern von irgendeinem Schwanzlutscher, der Werbung für ein Online-Casino macht. Wenn ich hier aufzählen würde, was ich mit diesem Kerl alles anstellen würde, sollte er mir in die Finger geraten, müßte ich das Blog hier wohl wegen gewaltverherrlichender Schriften dichmachen müssen.

Aber man wird wohl noch träumen dürfen…

Frohe Weihnachten!

Ich melde mich aus dem schwesterlichen Anwesen, wo ich dem Zugriff meiner Neffen für kurze Zeit entfliehen konnte, um all meinen regelmäßigen und unregelmäßigen, meinen zufälligen und gezielt herkommenden, meinen alten und jungen Lesern, deren Familien und Freunden, derer Familien Freunden und derer Freunde Familien und allen, die da sonst noch mit drinhängen ein Frohes Weihnachtsfest 2007 sowie ein gutes und gesundes neues Jahr 2008 zu wünschen! Eßt Mandeln und Stollen, trinkt Glühwein und Sekt, lacht, singt, tanzt, feiert, schenkt, werdet beschenkt, stoßt an, knallt(mit Feuerwerk!), habt euch lieb, rutscht nicht auf glatten Gehwegen aus und wenn doch: steht wieder auf und drückt der Krankenschwester, die den gebrochenen Arm behandelt, einen Kuß auf die Wange, laßt es euch gutgehen und den anderen um euch herum auch!
Wenn ihr wollt sehen wir uns nächsten Jahr wieder, es sei denn, bis dahin passiert hier etwas so Weltbewegendes, daß ich es hier unbedingt kundtun muß.
Und um hier noch meinen Beitrag zur weihnachtlichen Festbeleuchtung zu leisten:

A word to my international visitors

Hello out there,

I just happened to notice that the number of international visitors increased even more after the last time. Maybe it’s just my friends visiting my page from their vacation spots although  I ‘m not aware that anyone travelled to Indonesia recently…  Anyway, it seems that there are some people from Europe, America, Asia and even South Africa visiting me by random and because of that I would like to welcome each one of you very cordially and thank you for stumbling over my small place on the web. I apologize that everything is written in german but maybe I’ll be able to get rid of that laziness and start writing at least a few posts in english. I am working on making this place a little more than just a report about my travelling in Mexico and my personal thoughts on different stuff that’s going on so I would be more than happy if you took the time to pass by another time in the future.

Thanks for reading,

Chris

Wegweiser ins Netz

Ich bin’s wieder,

heute gibt’s nur schnell zwei Links, die ich interessant finde:

http://visual.emich.be/thumbs.php
- Eine Seite mit - wie ich finde - überaus sehenswerten und interessanten Fotos.

http://littleindian.awmyth.net/about-our-fate/
- Jeder kennt das Bild der Erde bei Nacht: ein schwarzblaues Meer mit vielen weißen Punkten, die dort am stärksten sind wo sich die größten Städte befinden. Der Autor dieser Seite betrachtet diese beeindruckende Darstellung aus einem etwas anderen Winkel…

Kettenbrief, die zweite

Ich bin’s wieder,

eigentlich hatte ich das Thema ja schon hier behandelt, aber da mir gerade beim Entmisten meines Postfaches ein wirklich haarsträubendes Exemplar eines Kettenbriefes in die Hände fiel, konnte ich nicht umhin, es auch hier noch einmal als abschreckendes Beispiel zu veröffentlichen. Der Text ist ausdrücklich nicht als Vorlage für eine neue Kettenbriefwelle aufzufassen! Ich erlaube mir, den Text an ausgewählten Stellen zu kommentieren.

Normalerweise sende ich keine Nachrichten dieser Art, aber diese Nachricht kommt von einer sehr guten Freundin, meiner Freundin, diese ist Anwältin und es scheint eine interessante Möglichkeit zu sein. Wenn Sie sagt, dass es funktioniert, dann funktioniert es auch. Jedenfalls kann man nichts dabei verlieren.Folgendes hat sie mir erzählt:Ich bin Anwältin und ich kenne das Gesetz. Das ist eine Tatsache. Täuscht euch nicht, AOL und Intel halten ihre Versprechen aus Angst, vor Gericht gebracht und mit Forderungen in Millionenhöhe konfrontiert zu werden, so wie es PepsiCola mit General Electric vor kurzem gemacht hat.Beachtenswert finde ich bereits die Einleitung: “[…]ich kenne das Gesetz.” Von einer Anwältin sollte man das ohnehin erwarten, aber in diesem Fall dient es nur dazu, dem Erzählten zusätzliche Autorität zu verleihen. Oho, es spricht eine Anwältin, die dazu noch das Gesetz kennt, was noch dazu eine Tatsache ist. Na dann werden wir mal ganz klein mit Hut und lesen artig weiter.

Liebe Freunde, haltet dies bitte nicht für einen dummen Scherz. Bill Gates verteilt gerade sein Vermögen. Wenn ihr darauf nicht reagiert, könnte es Euch später leid tun. Windows ist noch immer das am häufigsten genutzte Programm. Microsoft und AOL experimentieren gerade mit diesem per e-Mail versandten Text (e-mail beta test) Wenn ihr diese Mail an Freunde versendet, kann und wird Microsoft zwei Wochen lang euren Spuren folgen.

Microsoft und AOL wollen zwei Wochen lang meine Spuren verfolgen?!? Geht’s denn noch? Was wollt ihr noch - zwei Wochen lang meine Webcam überwachen? Meine Festplatte durchsuchen?

Für jede Person, die diese Nachricht versendet, zahlt Microsoft 245 Euro. Für jede Person, der ihr diese Nachricht geschickt habt und die sie weiterleitet, bezahlt Microsoft 243 Euro. Für die dritte Person, die sie erhält, bezahlt Microsoft 241 Euro. Nach zwei Wochen wird sich Microsoft mit der Bitte um Bestätigung der Postanschrift an Euch wenden und euch einen Scheck schicken.

Aha, ich soll also immerhin dafür bezahlt werden. Ob die Entlohnung angemessen ist, darüber läßt sich freilich streiten. Aber sehen wir uns das Ganze mal genauer an. Billie Boy will also sein Vermögen verschenken. Laut Forbes beläuft sich dieses auf etwa 56 Milliarden US-Dollar. Soweit ich informiert bin, besitzt die höchste aktuell ausgegebene Dollarnote einen Nennwert von USD100 - d.h. Gates müßte sich 560 Millionen 100-Dollar-Noten besorgen, um die Kohle nach altbewährtem Vorbild aus dem Fenster werfen zu können. Es ist also verständlich, daß er sich nach Alternativen umgesehen hat, seinen Zaster zu verjubeln. Aber ob es wirklich einfacher ist, einige zigtausend Nutzer zu ermitteln, die alle diese Mail weiterleiten, deren Daten einzutreiben und denen auch noch entsprechend der Weiterleitungen eine Geldsumme zukommen zu lassen, wage ich ernsthaft zu bezweifeln. Einmal davon abgesehen, daß es keine Methode, weder legal noch illegal gibt, herauszufinden, die komplette Kette zurückzuverfolgen. Vielleicht sollte Bill Gates sein Vermögen besser in US-Hypothekenanleihen investieren, wenn er es zuverlässig loswerden will…

Mit freundlichen Grüßen Charles S. Bailey General Manager Field Operations 1-800-842-2332
Ext. 1085 or 904/245-1085 or RNX 292-1085
mailto:Charles_Bailey@csx.com

Ich habe dies für Betrug gehalten, aber zwei Wochen, nachdem ich diese Mail erhalten und sie weitergeleitet hatte, bat mich Microsoft um meine Postanschrift und ich habe einen Scheck über 24800 Euro erhalten. Ihr müsst antworten, bevor dieser Test beendet wird. Wenn jemand von euch diese Möglichkeit hat, sollte er sie nutzen. Für Bill Gates sind dies Ausgaben für eine Werbekampagne. Bitte sendet diese Nachricht so vielen Leuten wie möglich. Ihr solltet mindestens 10000 Euro erhalten. Wir wären ja bei der Weiterleitung dieser mail nicht behilflich, wenn nicht auch für uns etwas dabei herausspränge.

Für ne Werbekampagne würde ich auch mein komplettes Vermögen das Klo runterspülen. Mal ganz davon abgesehen, daß eine normale(!) Werbekampagne ein Kostenlimit hat, kann man hier wohl auch über die Legalität diskutieren. Ich bin nämlich sicher(und ich bin kein Anwalt), daß hier der Tatbestand einer Bestechung erfüllt wird. Soviel dann auch zum Thema “Ich kenne das Gesetz.

“Aber die 10000 Euro…”, wird jetzt vielleicht so mancher sagen.

Eine Bekannte meines Vaters hat sich vor einigen Monaten hier eingeklinkt. Als ich sie zuletzt besucht habe, hat sie mir ihren Scheck gezeigt. Die Summe betrug 4324,44 Euro als Gesamtleistung. Die Tante von guten Freunden, Tante Patricia, die für Intel arbeitet, hat gerade einen Scheck über 4543,23 Euro für die Weiterleitung dieser Mail erhalten.

Moment! War im vorigen Absatz nicht die Rede von “mindestens 10000 Euro”? Was haben diese Spinatwachteln falsch gemacht? Und außerdem - wie erklären sich die krummen Zahlen von 4324,44 oder 4543,23 wenn doch oben von ganzzahligen Beträgen von 245, 243 und 241 Euro für das erste, zweite und dritte Kettenglied die Rede war?

Wie gesagt, ich kenne das Gesetz und es stimmt, dass Intel und AOL gerade über eine Fusion verhandeln, die sie zum weltgrößten Anbieter machen würde und um sicherzustellen, dass sie das meistgenutzte Programm bleiben, führen sie diesen Test durch.

Über das “Ich kenne das Gesetz” haben wir ja oben schon herzlich gelacht. Hier kommt der nächste Angriff auf die Heiterkeitsmuskulatur: “Es stimmt, dass Intel und AOL über eine Fusion verhandeln…”. Äh…ja. Davon abgesehen, daß ein Mikrochiphersteller und ein Onlineprovider wohl kaum ein Interesse haben dürften, eine Fusion miteinander einzugehen, hat es derartige Pläne auch niemals gegeben. Höchstens vielleicht mal auf nem Saufgelage von den CEOs.
Interessieren würde mich aber auch, wieso hier mit einmal Intel ins Spiel gebracht wird. Was ist denn mit Bill Gates, der weiter oben noch sein Vermögen verschenken wollte? Ist der etwa schon pleite(während wir diese E-Mail lesen, hat er bestimmt schon die ein oder andere Milliarde rausgehauen - das geht schneller, als mancher ahnt) und darum nicht mehr erwähnenswert?
Und was soll der Kram mit “zum weltgrößten Anbieter machen”? Anbieter von was? Prozessoren mit beschleunigtem Befehlssatz für die Sprachausgabe von “Sie haben Post!”?
Spaßig auch der Passus “um sicherzustellen, daß sie das meistgenutzte Programm bleiben” - erinnert mich an den Schwank im Buchladen, wo der Kunde den Verkäufer fragt “Sind Sie die Kasse?” und der Verkäuer antwortet “Habe ich Tasten und eine Schublade für das Bargeld?”.

Herzliche Grüße aus dem zauberhaften Blaubeerwald.
Martin S.

Blaubeerwald-Institut
Einzigartige Delphin-, Mexiko- & Ägypten-Reisen
Spirituelle Seminare & Ausbildungen
Gesundheitsprodukte & Ganzheitliche Systeme
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Fax: +49 0XXXX XXXX
www.blaubeerwald.de

Das hat, glaube ich, nichts mehr mit dem eigentlichten Kettenbrief zu tun, aber wer meinen Humor teilt, findet auf der angegebenen Homepage sicherlich etwas zum Lachen.


So, und nun mal ernsthaft. Jeder von uns hat schonmal derartigen Datenmüll im Postfach gehabt. Viele von uns werden gegrübelt und sich gefragt haben “Das kann doch gar nicht sein. Geld dafür, daß ich ein bißchen mit der Maus klicke?”. Und viele werden sich wohl auch gesagt haben “Zwar glaube ich es nicht, aber es schadet ja niemandem, wenn ich es doch weiterleite. Und vielleicht ist ja doch was dran.”

Zugegeben: es klingt verführerisch, für praktisch Nichts tausende von Euro zu bekommen. Und wer von uns hat noch nie die Unternehmensberichte von Microsoft gelesen und die ständigen Rekordmeldungen über Bill Gates’ Reichtum gehört und sich gefragt, warum diese Bonzen nicht mal ein bißchen von dem Riesenhaufen abgeben. Und 10000 Euro sind ja nun wirklich nur Peanuts für einen milliardenschweren Unternehmer…

Fangen wir einfach mal mit einer simplen Rechnung an. Bill Gates hat 56 Milliarden Dollar. Beim heutigen Wechselkurs (1EUR = 1,4683USD) sind das gute 38 Milliarden Euro(über die lumpigen 140 Millionen, die ich mal eben weggerundet habe, wollen wir uns hier nicht streiten). Angenommen, Billie Boy schickt diese Email an genau einen Empfänger, Alfons. Dieser kriegt schon einmal 245 Euro, wenn er die Nachricht überhaupt nur weiterleitet. Alfons hat 20 Kumpels in seinem Adressbuch, und weil er weiß, daß er für jeden, der die E-Mail abermals weiterleitet 243 Euro erwarten darf, schickt er natürlich allen 20 die E-Mail zu. Nun gehen wir mal großzügig davon aus, daß fünf von diesen zwanzig im Urlaub sind, gerade was besseres zu tun haben oder einfach nicht auf den Trick hereinfallen und darum die E-Mail nicht weiterleiten. Die verbliebenen fünfzehn haben aber ebenfalls zwanzig Kumpels (wir gehen mal davon aus, daß jeder zwanzig Kumpels hat, die nur er kennt und keiner der anderen) und denen schicken sie den Kram ebenfalls zu.

Für Alfons springen hier schonmal 245€ + 15*243€ + 15*20*241€ = 76190€ heraus. Der letzte Posten sind laut o.g. Definition diejenigen, die die Mail als drittes Kettenglied empfangen, also die je zwanzig Kumpels von Alfons’ fünfzehn Kumpels. Für jedes der verbliebenen Kettenglieder nehmen wir mal an, daß auch er die Mail (von sich aus betrachtet) bis zum dritten Glied weiterleiten kann. Das heißt, Alfons’ 15 Kumpels und deren jeweils 20 Kumpels kriegen auch 76190€. Insgesamt macht das 76190€*(15+15*20) = 23.999.850€ die Billie dafür blechen muß, daß er seine Mail ursprünglich nur an Alfons geschickt hat. Insgesamt haben hier erst 316 Leute Kohle bekommen, nämlich Alfons’ 15 Kumpels, deren jeweils 20 Kumpels(15*20=300) und Alfons selbst. Nun stellen wir uns vor, daß die 300 Kumpels im letzten Glied auch alle jeweils 20 Kumpels haben, die auch alle 20 Kumpels haben, die auch alle 20 Kumpels haben. Macht 2,4 Millionen Kumpels, und wenn die alle Geld haben wollen sind das 182.856.000.000€ auf Billies Sollseite, in Worten 182,9 MilliardenEuro. Insgesamt haben wir damit nicht mal drei Millionen Kumpels versorgt und Billie steckt schon jetzt bis zum Hals in Schulden. Nun stellen wir uns noch rasch vor, daß es vielleicht 100 Millionen E-Mail Nutzer gibt die alles potentielle Geldabnehmer sind und stellen somit unweigerlich fest, das Bill bereits pleite ist, bevor wir auch nur dazu kommen, die Mail weiterzuleiten.

Wir sind uns also einig, daß der Punkt mit “könnte ja klappen” ein für allemal entkräftet ist. Selbst wenn die Möglichkeit, die Mails auf irgendeine Weise automatisch nachzuverfolgen, auch nur ansatzweise existieren würde(was sie nicht tut), wären die durch diese Geschichte entstehenden Kosten genug, nicht nur Microsoft, sondern gleich die gesamte amerikanische Volkswirtschaft zu ruinieren. Also nix mit “Dollars from Microsoft”. Niemand, der eine simple E-Mail weiterleitet, wird dafür jemals auch nur einen Cent kriegen. Aber das hat ja zum Glück auch niemand ernsthaft geglaubt. Und damit war es einfach nur ein harmloser, kleiner Scherz der ja niemandem wehtut und schon gar nichts kostet.

Achja?

Überlegen wir uns doch einmal, wie eine E-Mail von A nach B kommt. Zunächst muß irgendjemand diese E-Mail losschicken. Das setzt notwendigerweise voraus, daß sie in irgendeiner Form als binäre Daten existiert. Auch wenn die Mail vielleicht gerade einmal 10KB groß ist benötigt sie doch einen gewissen Speicherplatz auf irgendeiner Festplatte.
Sodann wird die E-Mail von Sender zu Empfänger gesendet. Sofern wir davon ausgehen, daß Sender und Empfänger nicht beim gleichen Anbieter ihre E-Mail-Konten unterhalten, entsteht hier gleich dreimal Datenverkehr: vom Computer des Senders zum Postausgangsservers seines E-Mail-Providers, von dort zum Posteingangsserver des Providers des Empfängers und von dort nocheinmal zum Computer des Empfängers, wenn dieser die Mail abruft. Auch wenn man es im Zeitalter von Flatrates mit unbegrenztem Datenvolumen gerne mal vergißt, so ist Übertragungskapazität im Internet weiterhin ein knappes Gut. Niemand verbuddelt tonnenweise Kupfer- und Glasfaserkabel, stellt Richtfunkstrecken auf und schießt Satelitten ins All ohne sich das bezahlen zu lassen. Das heißt im Klartext, daß für jedes Byte, das im Internet versendet wird, irgendjemand bezahlen muß. Und das sind in unvollständiger Aufzählung:

  • die Internetprovider, die diesen Preis auf ihre Pauschaltarife umlegen und somit an den Endverbraucher(also an uns!) weitergeben
  • die Mailanbieter, die die Kosten entweder über den Preis für das Postfach wieder reinholen, oder sich, im Falle eines kostenlosen E-Mail Accounts, das Ganze durch Werbung finanzieren lassen. Da die Werbeeinnahmen aber nicht beliebig auf den Kunden umlegbar und somit anpaßbar sind, müssen schlimmstenfalls Abstriche bei den Gratisangeboten gemacht werden
  • die großen Telekommunikationsunternehmen, die Kontingente z.B. für Transatlantikkabel bei den Line-Providern kaufen und diese Kosten entsprechend an den Internetprovider(s.o.) weiterreichen
  • und somit in letzter Instanz, direkt oder indirekt, der Endverbraucher, der in Form von Internetzugangskosten, von Mailboxkosten oder von Abstrichen bei werbefinanzierten Angeboten die Zeche zahlt.

“Aber es ist doch nur eine kleine Mail. Die kann doch nicht so viel anrichten.”

Richtig. Aber es sind Millionen von Nutzern, die jeden Tag so eine kleine Mail durch die Gegend schicken. Das läppert sich, und das läppert sich gewaltig. Und ein ganz entscheidender Kostenfaktor ist hierin noch nichtmal enthalten: die Zeit, die man benötigt, um diese Mail abzufertigen. Drei Szenarien sind denkbar:

  1. Der Empfänger liest die Mail von vorne bis hinten, liest sie nocheinmal, weil sie unglaublich erscheint und leitet sie dann an alle seine Kontakte weiter.
  2. Der Empfänger liest die Mail von vorne bis hinten und leitet sie dann in den Papierkorb weiter.
  3. Der Empfänger riecht den Braten und löscht die Mail ungelesen.

In den ersten beiden Fällen dürfte der Zeitaufwand schon nicht mehr vernachlässigbar sein und da ein Großteil der E-Mails am Arbeitsplatz gelesen werden dürfte, läßt sich hier bereits wieder ein finanzieller Schaden ausrechnen. Einzig der dritte Fall ist mit vertretbarem Zeit- und Arbeitsaufwand verantwortbar und damit der einzig richtige Weg, mit diesem Schund umzugehen.

Zum Schluß sei hier noch eine Anmerkung gemacht, die vielleicht der gewichtigste Grund ist, einen Kettenbrief nicht weiterzuleiten. Wie oben lang und breit dargelegt, ist relativ wenig Hirnschmalz erforderlich um zu kapieren, daß man es mit einer Leuteverarschung zu tun hat - und einer schlechten noch dazu. Wer einen derartigen Kettenbrief weiterleitet, dokumentiert also nur die eigene Dummheit und das Unvermögen, Sinnvolles von Datenmüll zu unterscheiden. Damit nicht genug, unterstellt er jedem einzelnen der Empfänger dieselbe geistige Unfähigkeit, denn er würde die Mail nicht weiterleiten, wenn er nicht annehmen würde, daß der Empfänger nicht auch in irgendeiner Form daran glaubt. Je nach persönlichem Ermessen kann man sich dadurch gestört, belästigt oder im schlimmsten Fall beleidigt fühlen.

Im Fazit: Wer Kettenbriefe weiterleitet, trägt zu in nicht unerheblicher Weise zu finanziellen Schäden anderer bei, disqualifiziert sich selbst in den Augen der Weiterleitungsempfänger, stiehlt diesen ihre Zeit und unterstellt denselben darüberhinaus, daß sie sich genausoleicht durch eine plumpe Masche verarschen lassen, wie man selbst.

Somit meine Bitte: wenn euch jemand einen Kettenbrief schickt, tut das einzig richtige und löscht ihn. Es bleibt euch überlassen, ob ihr ihn vorher aus Gründen der Erheiterung lest. Was auch immer passiert: leitet ihn nicht weiter. Auf keinen Fall. Wenn ihr gerade euren karitativen Tag habt, klärt den Absender in klaren, höflichen Worten über seinen Fauxpas auf.

Das habe ich hiermit für alle Kettenbriefe, die mich in Zukunft erreichen mögen, getan.

Als Inspiration diente mir hierzu ein Text von der Seite www.hoaxbusters.de, den ich hiermit ausdrücklich als Quelle angeben möchte. Zwar habe ich keinerlei Zitate von dort übernommen, aber ich halte es trotzdem für angemessen, auf die Seite zu verweisen, nicht zuletzt, weil ich das dortige Anliegen, gegen Internetmüll vorzugehen, ausdrücklich begrüße.

The Brutally Honest Personality Test

Folgendes hat der “Brutally Honest Personality Test” über mich zu sagen. Hmmm…irgendwie ist ja was wahres dran. ;)

Your Score: Dictator- ENTJ

53% Extraversion, 53% Intuition, 73% Thinking, 60% Judging

Have you no soul? It’s clear you have no heart and that your blood runs cold, but really, do you have even one redeeming factor?

Sure. You’re a natural born leader. So was Hitler. You just don’t like people, do you?

You don’t play games. You take charge. And there’s very little room for mistakes in your world. You’re forceful, intimidating and overbearing.

Heard of the word “patience?” Trust me, it’s a word and it’s something you’re sorely lacking. Believe it or not, you’re not always right. Learn to have some patience for those who think differently from you, knobflap.

From the way people’s knees knock when they see you, you should have realised by now that you’re not exactly a “people-person.” You’re more of a “people-eater.” You just ain’t tuned into people’s feelings and probably couldn’t care less whether you were anyway. Maybe you’re not from this planet but the rest of us are.

Sure, you’re intelligent. So what? You have some semblance of power. Big deal.

At least people LIKE the rest of us.

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If you want to learn more about your personality type in a slightly less negative way, check out this.

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The other personality types are as follows…

Loner - Introverted Sensing Feeling Perceiving
Pushover - Introverted Sensing Feeling Judging
Criminal - Introverted Sensing Thinking Perceiving
Borefest - Introverted Sensing Thinking Judging
Almost Perfect - Introverted iNtuitive Feeling Perceiving
Freak - Introverted iNtuitive Feeling Judging
Loser - Introverted iNtuitive Thinking Perceiving
Crackpot - Introverted iNtuitive Thinking Judging
Clown - Extraverted Sensing Feeling Perceiving
Sap - Extraverted Sensing Feeling Judging
Commander - Extraverted Sensing Thinking Perceiving
Do Gooder - Extraverted Sensing Thinking Judging
Scumbag - Extraverted iNtuitive Feeling Perceiving
Busybody - Extraverted iNtuitive Feeling Judging
Prick - Extraverted iNtuitive Thinking Perceiving

Link: The Brutally Honest Personality Test written by UltimateMaster on OkCupid Free Online Dating, home of the The Dating Persona Test

Kettenbrief

Ich bin’s wieder.

Da mich in letzter Zeit wieder beunruhigend viele Kettenbriefe oder kettenbriefartige Mails über die unterschiedlichsten Kanäle erreichten, halte ich es für angezeigt, hier einen der beiden einzigen Kettenbriefe zu veröffentlichen, deren Verbreitung ich für vertretbar halte. Dieses Dokument fiel mir vor Urzeiten in die virtuellen Hände, weder weiß ich, wer es verfaßt hat noch, wo ich es damals gefunden habe. Dennoch hat es auch in dieser langen Zeit nichts von seiner Aktualität und Gültigkeit eingebüßt und stellt nach wie vor eines der wenigen verfügbaren und Hoffnung bringenden Gegenmittel gegen das wahrscheinlich schlimmste Virus des Internets dar. Den Rest des Eintrags lesen »

Lang, lang ist’s her…

…seit ich das letzte Mal was geschrieben habe. Ja, ich weiß, ich bin ein faules Stück und sollte mich was schämen. Ich verspreche auch, daß ich diesen Beitrag aus der virtuellen Ecke meines Blogs schreibe, in die ich mich reuig gestellt habe. So.

Viel ist nicht passiert in der letzten Zeit, aber immerhin genug, daß ich mich dazu durchringen konnte, es stichwortartig kundzutun. Los geht’s:

  1. In der letzten Juliwoche hat es mich erneut nach Oaxaca verschlagen. Meine gute Freundin Cynthia war so nett, mir Gastfreundschaft in ihrem Haus zu gewähren, so daß ich mich dort bequem einquartieren konnte. Anlaß zur Reise war die “Guelagüetza”, das lt. eigenen Angaben “größte Folkloreereignis Lateinamerikas”. Hierunter ist eine folkloristische Tanzaufführung zu verstehen, an der Tänzer(und ich schreibe bewußt nicht zusätzlich noch “Tänzerinnen”, weil ich für den Erhalt des generischen Maskulinums eintrete) aus den umliegenden Regionen und Dörfern von Oaxaca auftreten.
    Interessant ist hierbei anzumerken, daß die Tänze nicht von Profis dargeboten werden, die eine genau durchchoreographierte Darstellen bieten, sondern vielmehr von Amateuren, die in traditionellen Gewändern ihre seit langem überlieferten Volkstänze aufführen. Das verleiht der Veranstaltung einen angenehm familiären Anspruch, ist man der einheimischen Kultur auf diese Weise doch wesentlich näher als es bei anonymen Profitänzern der Fall wäre. Auditorio de la GuelaguetzaAndererseits muß ich hier einwerfen, daß die Vorführung nach einer gewissen Zeit - nunja, nennen wir die Dinge beim Namen - langweilig wurde. Die Tänzer sind durchaus nett anzusehen, wie sie sich in ihren farbenfrohen Trachten züchtig umtanzen(teilweise verschränken die Männer sogar die Hände auf dem Rücken), aber nach der zweiten oder dritten Gruppe ertappt man sich doch dabei, daß man seine Aufmerksamkeit eher der fantastischen Aussicht über das Tal von Oaxaca widmet, die einem der Aufführungsort präsentiert. Ich war darum auch nicht sonderlich enttäuscht, als meine Begleiterinnen Cynthia und Vianey den Wunsch äußerten, das Auditorio(das ist die amphitheaterähnliche Bühne, s. Foto) zu verlassen. Den Rest der Aufführung haben wir dann teilweise bei Cynthia zuhause im Fernsehen verfolgt - meiner Meinung nach die bessere Alternative(ausnahmsweise!), im Vergleich zum Sitzen in der prallen Sonne. Den Rest des Eintrags lesen »

Besuch aus Südafrika

Nanu? Auf meiner Übersichtskarte stelle ich fest, daß mir jemand aus Südafrika zuliest. Ich bitte um Verzeihung falls mich mein Gedächtnis im Stich läßt, aber kenne ich jemanden, der gerade am Kap der Guten Hoffnung weilt? Meld dich doch mal =)

Huh? I noted on my map of visitor locations that I have an audience in South Africa. Sorry if my memory fails, but do I know someone who’s staying near the Cape of Good Hope right now? Drop me a line, if you like =)

Besucherkarte

Frostig

Ich bin’s wieder. Sind es etwa wirklich schon wieder mehr als vier Wochen, in denen ich nichts geschrieben habe? Kommt mir viel weniger vor…

Der Grund, weshalb ich schreibe, ist folgender: ich hatte heute beschlossen, mein Mittagsmahl bei der bekannten amerikanischen Eilmampf-Kette (”Eilmampf” ist das von der Stiftung Deutsche Sprache vorgeschlagene Synonym für “Fast-Food”) einzunehmen. Als ich nach Beendigung meiner Mahlzeit gesättigt und zufrieden die Gaststätte verließ, sprach mich vor der Eingangstür ein Herr im Auto an und fragte mich, ob es denn sehr kühl im Restaurant wäre, respektive ob die Temperatur im Innern für ein Baby geeignet wäre. Den Rest des Eintrags lesen »

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